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Hansestadt Lübeck, ein Tagestrip… (D.Exp.S-Holstein) Version 2

Moin Moin liebe Blogleser,

ich habe am Freitag, den 2. Dezember 2016, die nur 100 km von Eckernförde entfernte Hansestadt Lübeck, die vor allem durch ihre historischen Gebäude, Marzipan und  Günter Grass bekannt ist, besucht.

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Der Frose460-Anreisetipp: Man erreicht die Stadt mit dem Titel Unesco Weltkulturerbe  von Hamburg aus über die A1, aus Kiel kommend per B76, die u. a. durch Plön hindurch führt (diese Variante habe ich gewählt). Reist man aus Dänemark oder Flensburg an, empfiehlt es sich die A7 zu fahren, ab Bad Segeberg dann auf die B250/A20 zu wechseln. Aus Richtung Osten kommend nutzt man ebenfalls die A20. Aus Süden kommend würde ich Hamburg direkt umfahren und über Lüneburg/Mölln in die Hansestadt fahren.

Die Frose460-Parkplatzempfehlung: Aufgrund der oftmals überlasteten Parkplätze an der Untertrave empfehle ich es mir nach zu tun und direkt auf einen der großen, ebenfalls kostenpflichtigen Parkplätze in der Willi-Brandt-Allee an der MuK zu versuchen.

Von dort aus lohnt sich auch der erste Blick auf das Stadtpanorama…

Vom Parkplatz aus sind es nur wenige Minuten bis zum ersten Wahrzeichen der Hansestadt Lübeck. Nachdem man eine viel befahrene Hauptstraße überquert hat, steht man bereits vor dem berühmten Holstentor mit den angrenzenden Salzspeichern.

Der Frose460-Museumstipp: Das spätgotische Gebäude gehört zu den Überresten der ehemaligen Stadtbefestigung. Im Inneren befindet sich das Stadtgeschichtliche Museum von Lübeck.


Textquelle Wikipedia, 2 Absätze: Bereits die Nationalsozialisten hatten das Holstentor als Museum genutzt. Seit 1950 dient das Holstentor wieder als Museum, nun für Stadtgeschichte. Funde aus Alt-Lübeck wurden präsentiert, die Entwicklung des mittelalterlichen Lübecks in Modellen und Bildern dargestellt und Modelle der Schiffe der Hanse wie das Flaggschiff Adler von Lübeck ausgestellt. Auch dieses Museum war historisch nicht exakt. So beinhaltete es auch eine Folterkammer mit einem Verlies, einer Streckbank und weiteren Foltergeräten. Eine solche hatte sich aber in Wahrheit im Holstentor nie befunden.

2002 wurde das Holstentormuseum modernisiert. Dabei wurde nicht nur die Folterkammer beseitigt, sondern alle Räume nach einem neuen Konzept ausgestattet, das auch Bild- und Tondokumente einbezieht. Seit 2006 liegt die Leitung des Museums bei der Kulturstiftung Hansestadt Lübeck.


Die oben erwähnten Salzspeicher sind eine Gruppe von Lagerhäusern an der Lübecker Obertrave. Sie wurden im Stil der Backsteinrenaissance und des Backsteinbarock zwischen 1579 und 1745 erbaut.


Textquelle Wikipedia: Ein Relief aus Klinker an der Fassade des nächst dem Holstentor gelegenen Speichers weist darauf hin, dass dieser sich noch bis 1839 im Eigentum der Saline Oldesloe befand. Die Speichergebäude dienten ursprünglich der Lagerung des aus Lüneburg über die Alte Salzstraße und später über den Stecknitz-Kanal herbeigeführten Salzes sowie des aus der Saline Oldesloe gewonnenen und mit Lastkähnen auf der Trave herangebrachten Salzes, das von Lübeck als Grundlage seines damaligen Reichtums nach ganz Skandinavien ausgeführt wurde. Das Salz wurde vornehmlich zum Konservieren von in Norwegen und Schonen gefangenem Fisch benötigt und ermöglichte so den Heringshandel als Fastenspeise mit dem Binnenland. Die Lage an der Holstenbrücke über die Trave als der ältesten festen Lübecker Brücke markierte im Mittelalter die Grenze zwischen dem Seehafen und dem Binnenhafen mit seiner Anbindung an die Elbe durch den Stecknitz-Kanal.


Der Frose460-Aussichtstipp: Bevor man sich nun ins Getümmel der Altstadt begibt empfiehlt es sich von weit oben Ausschau zu halten um sich einen Überblick über Lübeck zu verschaffen. Idealerweise gibt es hierfür im St. Petri Dom einen zugänglichen Aussichtsturm. Weitere Infos, Preise, Öffnungszeiten gibt es hier: http://www.st-petri-luebeck.de/index.php/aussichtsturm

Das nun folgende Video zeigt die Hansestadt von oben. Es handelt sich um einen professionellen Imagefilm der Stadt! Quelle: Youtube, User Lübeck und Travemünde.

Der Frose460-Innenstadttipp: Hat man sich einen Überblick verschafft geht es nun in die Innenstadt mit dem historischen Rathaus und der Marienkirche.

Zur Weihnachtszeit wandelt sich die gesamte Innenstadt in einen riesigen Weihnachtsmarkt. Buden über Buden laden ein selbstgeschnitze Holzdeko, Weihnachtsschmuck und natürlich zahlreiche Leckereien käuflich zu erwerben.

Der Frose460-Schlemmertipp (ACHTUNG WERBUNG): Lübeckbesucher werden magisch angezogen vom süßen Duft aus der Traditionsfirma J. G. Niederegger GmbH & Co. KG. Seit dem Jahr 1806 wird in Lübeck Marzipan in allen erdenklichen Varianten hergestellt.

Für weitergehende Informationen über diese Firma, ihre Tradition und Geschichte, empfehle ich einen Besuch der Website http://www.niederegger.de und natürlich sollte man auch einen Abstecher ins Ladengeschäft unternehmen! Einfach durch die Arkaden unter dem Rathaus laufen, schon ist man dort.

Der Frose460-Altstadttipp: Jede Stadt hat ihre zahlreichen Außenbezirke, die oftmals die Gegend durch eine hässliche Nachkriegsarchitektur prägen. Es ist daher nahezu ein Muss sich in den Kern der historischen Altstadt vorzuarbeiten, in Lübeck ist dies lohnend!

Textquelle http://www.luebeck.de/tourismus/sightseeing/sehenswuerdigkeiten/gaenge-und-hoefe/   Rund 90 Gänge, Torwege und Höfe gibt es noch heute in der Lübecker Altstadt. Ihre Vielfalt ist weltweit einzigartig. Die Gänge und Höfe in Lübeck sind ein Überrest aus dem mittelalterlichen Städtebau. Betritt man sie, so fühlt man sich in die Zeit der Hanse zurückversetzt…

Der Frose460-Maritim-Tipp: Hat man sich diese wunderschönen Gänge und Hinterhöfe angesehen, erreicht man bereits wieder die Untertrave. Zahlreiche Brücken und Lagerschuppen prägen hier das Bild, doch auch die Straßenzeile selbst ist sehr eindrucksvoll, wie dieses Foto mit meinem Wagen zeigen soll.

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Spektakulär wird es aber tatsächlich auf der anderen Straßenseite. Es lohnt sich mit dem Abendsonnenlicht im Rücken genau hier zu fotografieren, auch wenn der Hafen im Winter doch recht leer erscheint…

Der Frose460-Abschlusstipp: Hat man genug Häuser besichtigt, Fotos geschossen, Leckereien verspeist, Andenken und Geschenke gekauft……. erreicht man von der Untertrave aus über eine Stahlbrücke die Willi-Brandt-Allee von der anderen Seite und findet so zurück zum Parkplatz.

Es endete an dieser Stelle mein Rundgang durch die Hansestadt Lübeck, doch selbstverständlich haben Lübeck und vor allem das Umland noch viel mehr zu bieten. Travemünde ist in der Nähe, ebenso die Ostseebäder Scharbeutz, Neustadt und Timmendorfer Strand. Selbst zur Insel Fehmarn ist es nur ein Katzensprung und dann gibt es ja auch noch die holsteinische Schweiz mit den Städten Malente, Eutin und Plön!

Mein Tipp lautet daher: Nehmt Euch Zeit für die gesamte Region Ostholstein. Ein schneller Tagestripp durch Lübeck lohnt, aber richtig genießen sollte man diese Stadt in aller Ruhe!


Zu guter Letzt gibt es nun 77 von mir geschossene Fotos vom 2. Dezember 2016 in einem Album zu sehen. Klickt Euch durch, ich wünsche viel Spaß dabei!

Hansestadt Lübeck, 2. Dezember 2016

Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp

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Blogveränderungen am 2. Advent

Moin Moin liebe Blogleser,

ich habe erneut ein paar kleine Änderungen am Blog durchgeführt.

Das Logo hat jetzt endlich keine Zeichnung mehr vom Bus sondern ein reale Fotos erhalten. Um diese Fotos gut einpassen zu können, musste ich das gesamte Logo im inneren verändern. Es  zeigt nach wie vor die Skyline meiner Heimatstadt Eckernförde. Die läuft dann jedoch über in eine Landkarte, die die gesamte Region Norddeutschlands zeigt. Der Kreis wird durch den Routenverlauf geschlossen, der ein paar Sehnsuchtsorte enthält.

Die zweite Änderung betrifft den Untertitel der Website http://www.frose460.de  Ich habe den Teamnamen rausgelöscht und mit ein paar Stichworten/Tags ersetzt, die den Blog auf einen Blick beschreiben sollen.


Der gestrige Reisebericht aus Lübeck hat mehrere Kommentare und Mails eingebracht, sowohl auf Facebook als auch per eMail oder Whatsapp. Mehrfach bekam ich zu lesen:

Belanglos, elendig lang, uninteressant. Wen interessiert es, wenn Deine Hüfte schmerzt?

Merkwürdigerweise bekomme ich dann wieder Mails auf meine letzte Blogeinträge zum Thema Sehnsuchtsorte. Hier vermissen einige den persönlichen Anteil, da es zu viele Fakten sind und kaum Erlebnisberichte.

JA WAS DENN NUN??????

Ich habe den Blog nicht gegründet um es allen recht zu machen. Daher versuche ich es auch gar nicht erst. Ich möchte aber gern darauf antworten.

Ich versuche mit diesen neuen Berichten meinen Schreibstil zu verändern. Ich muss mich noch etwas eingrooven, dies hatte ich aber schon angekündigt.

Berichte ich auf meinen Reisen über körperliche Gebrechen, dann nur deshalb um mir den Frust von der Seele zu schreiben. Ich möchte weder Mitleid noch sonst irgendetwas bewirken. Ich schreibe hier über persönliche Dinge. Das man in der heutigen Leistungsgesellschaft Krankheiten und sonstige Schwächen versucht unter den Teppich zu kehren, halte ich für schwachsinnig!

Ich werde mich noch heute ransetzen und einen neuen Reisebericht über den Tagesausflug Lübeck verfassen. Ich habe noch absolut keinen Plan, wie er denn aussehen könnte, aber ich werde es versuchen. Ihr könnt ja dann entscheiden welcher besser ist. Der abgespeckte, faktenreiche oder oder der persönliche…

Ich bin nach wie vor dankbar für Kommentare, Tipps und Hinweise! Ich bin nicht beleidigt sobald mal ein negativer Kommentar erscheint. Er ist mir lieber als ein „Toll“ ohne den Bericht wirklich gelesen zu haben oder ähnliche Ausflüchte!

Ich wünsche Euch einen schönen zweiten Advent.

Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp

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Tagesausflug in die Hansestadt Lübeck (D.Exp.S-Holstein)

Moin Moin liebe Blogleser,

ich möchte Euch heute eine Stadt vorstellen, die in meiner Biografie einen kleinen Teil einnimmt. Die zum Unesco Welterbe ernannte Hansestadt Lübeck.

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Erstmals habe ich Lübeck bereits im Wendejahr 1990 besuchen können. Ich war damals in Prerow auf dem Darß im Urlaub, natürlich wieder zusammen mit Oma und Opa, ganz klar. Von dort aus unternahmen wir einen Reisebustagestrip nach Lübeck um uns die mittelalterliche Altstadt mit ihren zahlreichen Hinterhöfen, Gassen und natürlich Bauten anzuschauen.

Später, im Jahr 1998, bekam ich über eine Zeitarbeitsfirma einen Job im Hafen von Lübeck-Nord zugewiesen. Für eine schwedische Papierfirma erstellte ich in einem Hafenbüro Frachtpapiere für Bahn und LKW und sorgte dafür, dass riesige Papierrollen vom Schiff kommend europaweit in die Druckereien verteilt wurden damit u. a. die Leser der Blödzeitung nicht leer ausgingen.

Während dieser Zeit kam ich auch zu meiner ersten Digicam. Eine Sony im Wert von 2000 DM (!!!) mit einer sagenhaften Speichermöglichkeit von 4 MB! Yeah *gg*.   Es war der Anfang meiner Hobbyfotografie und welche Stadt konnte besser sein als Lübeck um erste Erfahrungen in Sachen Architekturfotografie zu lernen?!

Ich würde Euch gern alte Fotos präsentieren, aber nach einem Datenverlust Anfang des Jahres 2000 gibt es leider keine mehr. Aber keine Sorge, ich habe am gestrigen Tage für Abhilfe gesorgt…


Reisebericht vom 2. Dezember 2016

In diesem Jahr ist nicht viel gelaufen in Sachen Reisen. Ihr wisst, ich bin mit diesem Ergebnis sehr unzufrieden. Daher habe ich mir gedacht, ich könnte doch zumindest noch ein paar Tagesausflüge unternehmen, vielleicht verbunden mit der einen oder anderen Übernachtung im Bus. Als Thema habe ich mir, natürlich saisonbedingt, Weihnachtsmärkte herausgesucht.

Ich habe ein paar Tage gewartet, bis die Wettervorhersage einen schönen Tag im Angebot hatte. Dieser war nun gestern, am Freitag. 6 Grad, Sonnenschein, kein Regen, kein Nebel. Dieser Tag sollte es sein, dies hatte ich am Donnerstag entschieden bevor ich mich zur Nachtruhe begab.

Natürlich schlief ich relativ schlecht, auch wenn ich nicht wirklich aufgeregt war. Ich stand schon relativ früh auf, gerade als in Eckernförde die Sonne aufging. Da ich nicht wusste wie lang ich wegbleiben werde, habe ich mir eine kleine Reisetasche gepackt für 2 – 3 Tage und auch meine Kühlbox mit Leckereien gefüllt. Kurz nach 10 ging es dann los in Richtung Kiel!

Kurz vor Kiel bemerkte ich, dass hier immer noch die 60er Zone eingerichtet ist. Wieso, weshalb, warum – ich habe keine Ahnung. Es gibt ein Baustellenschild, aber weder Absperrungen noch Bauarbeiten. So ist dies doch schon vor einem halben Jahr gewesen. Was soll der Kram denn?

Ich fuhr in Kiel hinein (auf der zweispurigen Schnellstraße) und landete direkt in einem Stau. Super. Von hinten kam per Blaulicht zwei Krankenwagen. Vermutlich ein Unfall dachte ich mir und schob mich langsam durch den Stau hindurch.

20 Minuten später kam ich an der Ursache an. Eine Tagesbaustelle, die gerade abgebaut wurde, sowie Reißverschlussverfahren. Na tolle Wurst.

Es ging nun zügig durch Kiel hindurch Richtung Plön. Vorbei am Gewerbegebiet Raisdorf.

HALT MAL… da war doch was?!? Gibts in Raisdorf nicht TK Maxx, mein Daunenparadies??? Natürlich! Wenn ich schon mal hier bin, muss ich dort rein.

Ich fuhr also ins Gewerbegebiet, parkte ein und ging in den Laden. Natürlich entdeckte ich 2 tolle Jacken. Sehr toll sogar. Dick, fett, geil, aber auch teuer. Daher gab ich der Verlockung nicht nach und ging zurück zum Wagen. Ich programmierte Lübeck, Untertrave 1 ein, fuhr auf die Hauptstraße und ab ging es in die gerade einmal 73 km entfernte Hansestadt…

Die Fahrt ging langsam vonstatten, da mehrere LKW´s vor mir waren und ich keinen Bock hatte diese riskant zu überholen. Außerdem gab es viele Kurven, viel Wald und auch 70er Zonen. Also hieß es langsam cruisen und versuchen die Zeit zu genießen.

Ich kam in Lübeck an und merkte gleich, es waren einfach zu viele Leute unterwegs und die Parkplätze an der Trave gerammelt voll. Also fuhr ich wieder zurück und bog am Holstentor ab um zum Parkplatz an der MuK zu gelangen. Dieser war riesig groß und…… voll bis auf den letzten Platz. Supi. Das läuft ja.

Ich wollte schon aufgeben und wo anders suchen, da sah ich, wie sich ein Wagen vom Platz entfernte. Ich drehte noch eine Runde und fand den leeren Platz. Abgestellt, Parkschein gezogen für 2 Stunden und fertig! Puuuh!

Ich stieg aus dem Wagen nachdem ich ihn gesichert hatte. Man muss dazu sagen, mir wurde in Lübeck mein Audi damals nachts aufgebrochen, das Radio entwendet und das Schloss zerstört. Eine gewisse Unsicherheit spielt hierbei also auch noch eine Rolle.

Weiter im Text. Ich ging auf die andere Straßenseite und wollte das erste Foto schießen. Schnell merkte ich, selbst aus dieser Entfernung bekam ich nicht alles aufs Bild. Die Brennweite am neuen Objektiv ist einfach ungeeignet für diesen Zweck der Fotografie. Also schnell das Objektiv getauscht und kaaaalicker…

Hansestadt Lübeck, 2. Dezember 2016

…da ist das erste Foto im Kasten! Sicher, links die Autos stören, aber ich wollte exakt diese Bildkomposition und mir gefällt es!

Ich lief in Richtung Holstentor und bemerkte schon jetzt, dass ich nicht ganz rund lief. Meine Muskelverhärtung im Rücken war wieder zu spüren. Die Hüfte ebenso und kurze Zeit später die Beinansätze. Nunja. Kennt man ja leider, aber Lübecks Altstadt mit dem Fahrrad erkunden ist gelinde gesagt dämlich!

Es war nun die erste Ampel des Tages, an der ich als Fußgänger stand, und es wird nicht die letzte gewesen sein, an der ich eeeeeewig warten musste. Teilweise bis zu 4 (!!!!) Minuten. Leute, was soll der Quark? Wer hat sich das denn ausgedacht.  Wären nicht so viele Leute (auch Kinder) in der Nähe gewesen, wäre ich bei ruhigem Verkehr sicherlich ein paar mal entnervt losgelaufen, aber nee, man muss ja Vorbild sein und so Zeugs… ^^.

Ich kam endlich auf der anderen Seite an und stand vor dem Holstentor. Selbstverständlich klickte auch hier meine Kamera! Ich machte mehrere Aufnahmen aus verschiedenen Höhen, letztenendes ist dieses Foto aus gebücktem Zustand das Beste!

Hansestadt Lübeck, 2. Dezember 2016

Nun ging es rein ins Getümmel. Augen zu und durch hieß die Devise. Ich konzentrierte mich allein auf die Architektur und versuchte die Menschen zu ignorieren, es sei denn sie waren weiblich und trugen hübsche Daunenklamotten *ggg*.

Auf der anderen Seite vom Holstentor schoss ich die nächsten Fotos. Dieses mal waren es die Salzspeicher, die es mir angetan haben. Was für eine Architektur! Der absolute Wahnsinn. Hier leben oder arbeiten – wie krass wäre das denn?!

Hansestadt Lübeck, 2. Dezember 2016

Okay, okay… wenn ich ans Getümmel denke, dann vergeht mir der Gedanke schnell wieder, aber die Architektur ist einfach nur fantastisch! Ich denke mal, dies könnt Ihr so unterschreiben!

Die nächste Ampel stand auf dem Programm, wieder hieß es warten. Dann war ich drüben in der Einkaufsstrasse und näherte mich dem nächsten „Paradies“ namens Karstadt Sport. In meiner Sammlung gibt es zwei Jacken und zwei Skihosen aus Nylon, die ich hier Ende der 90er Jahre erworben hatte.

Ich verstaute die Kamera und ging hinein. Ich sah das übliche Angebot, nix was mich wirklich vom Hocker gerissen hätte, also ging ich wieder. Ich war ja in der Stadt um Häuser zu sehen und zu fotografieren.

Also ging ich nun Richtung Weihnachtsmarkt, um genauer zu sein Richtung Marienkirche und Rathausplatz. Leider blockierte ein Baukran die Sicht, aber man muss sich mit den Gegebenheiten abfinden, daher schoss ich dennoch Fotos.

Hansestadt Lübeck, 2. Dezember 2016

Auf dem Weihnachtsmarkt selbst versuchte ich dann die Mischung aus Architektur (Rathaus) und Budenzauber hinzubekommen. Aufgrund der Lichtverhältnisse gelang mir dies aber eher schlecht als recht.

Sämtliche Fotos haben daher eine starke Nachbehandlung erhalten. Teilweise mussten sie extrem aufgehellt werden, was für die Qualität nicht gerade zuträglich ist.

Hansestadt Lübeck, 2. Dezember 2016

Zwei Fotos sind mir dann doch ganz gut gelungen, wie ich finde. Ich habe mich halt nur noch auf die Architektur konzentriert:

Hansestadt Lübeck, 2. Dezember 2016

Hansestadt Lübeck, 2. Dezember 2016

Sodele. Ich zog mich aus dem Trubel des Marktes zurück und landete in der breiten Straße. Weniger Trubel? Äääähm, nein! Aber etwas mehr Platz, von daher ging es ganz gut.

Apropos gehen. An dieser Stelle musste ich mich kurz setzen, da die Schmerzen an der Hüfte nahezu unerträglich waren. Ich versuchte mich zwar abzulenken durch die Fotografie und die hübschen Frauen in tollen Daunenmänteln und Jäckchen, aber Schmerz ist Schmerz. Irgendwann ist es einfach zu viel!

Nach einer kurzen Pause ging es weiter. Die Breite Straße Richtung Marienkirche und dann wollte ich ja in den Bereich übergehen, in dem die zahlreichen Gänge und Hinterhöfe zu finden sind. Doch so weit war ich noch lange nicht…

Ich ging vorbei an IG Niederegger (Marzipan), außerdem an der Sternenhütte. In der gesamten Breiten Straße standen Fressbuden verschiedenster Art. Hier kann man richtig Kohle lassen, doch bis auf das Parkticket vorhin an der MuK sollten für mich keine weiteren Kosten aufkommen.

Hansestadt Lübeck, 2. Dezember 2016

ENDLICH war es soweit. Ich kam aus dem Trubel heraus. Nur noch vereinzelt liefen Menschen herum. Ich fand den ersten Eingang zu einem Hinterhof/Gang…

Hansestadt Lübeck, 2. Dezember 2016

Hansestadt Lübeck, 2. Dezember 2016

Neugierig lief ich mit erhobenem Kopf herum um die Fachwerkhäuser in ihrer ganzen Pracht zu entdecken. Ich ging weiter und fotografierte, ging weiter und fotografierte, ging weiter und………….

…trat mit einem Fuß ins Leere!!!!

Ich kam ins Straucheln! Nach etwas wilder Fuchtelei (das muss wirklich lustig ausgesehen haben) fing ich mich wieder. Da hatte ich doch tatsächlich eine Treppenstufe übersehen und hätte mich fast lang gelegt. Hoppla… *ggg*

Ich ging weiter von Gasse zu Gasse, Hinterhof zu Hinterhof und schoss ein Foto nach dem anderen. Dann erreichte ich endlich den Hafen. Hier hatte ich komplettes Licht im Rücken, so dass ich ein paar wirklich tolle Fotos schießen konnte.

Hansestadt Lübeck, 2. Dezember 2016

Hansestadt Lübeck, 2. Dezember 2016

Hansestadt Lübeck, 2. Dezember 2016

Nun endete mein Stadtrundgang in der Hansestadt Lübeck. Ich holte meinen Wagen und wollte eigentlich noch ins Fischerdorf fahren, doch da die Brücke gesperrt war, kehrte ich um und stellte nun Überlegungen an, wie ich den Rest des Tages verbringe.

Ich fand dafür einen tollen Parkplatz. Daher stieg ich noch mal schnell aus um dieses Foto vom Wagen und genialer Architektur zu schießen.

Hansestadt Lübeck, 2. Dezember 2016

In diesem Augenblick kam über das Radio die Nachricht vom Rücktritt des frischgebackenen F1 Weltmeisters Nico Rosberg und ich sagte so zu mir, oder zu wem auch immer (wahrscheinlich zum Auto ^^) das dies eine goldrichtige Entscheidung war.

Apropos Entscheidung… es war kurz nach 15 Uhr und auch ich musste mich nun entscheiden. Fahre ich jetzt nach Travemünde? Später nach Scharbeutz? Morgen hoch bis Heiligenhafen und dann erst zurück nach Hause? Dies würde jedoch eine eiskalte Nacht im Wagen bedeuten und da es bereits um 4 dunkel wird, hieße das mehrere Stunden im Auto hocken und sinnfrei aus dem Fenster starren bei Dunkelheit.

Nein, das war mir nichts. Ich hätte zwar alles dabei gehabt. Warme Schlafsäcke, Lebensmittel, warmen Tee, aber irgendwie hatte ich keinen Bock. Also entschied ich mich aus der Fahrt wirklich nur einen Tagesausflug zu machen, und startete die direkte Heimreise.

In der letzten Nacht herrschten -8 Grad und heute früh Nebel. Ich habe also alles richtig entschieden, denn gute Fotos hätte ich heute eh nicht hinbekommen. Also haken wir diese Fahrt nun positiv ab und schauen nach vorn, denn weitere Tagesausflüge sind bereits im Hinterkopf. Ob, wann, und wieso und überhaupt – darüber schweige ich ja nun. Also bitte habt Geduld und schaut immer mal wieder vorbei…

Nun möchte ich Euch noch das ALBUM MIT ALLEN FOTOS zur Verfügung stellen. Es sind immerhin 77 Fotos geworden, die es wert waren gezeigt zu werden. Klickt Euch durch!

Hansestadt Lübeck, 2. Dezember 2016

Es folgen nun noch ein paar Hinweise und Informationen über die Stadt Lübeck…


Die Geschichte der Stadt Lübeck (Textquelle, luebeck.de):

Schon früh erkannte Graf Adolf von Schauenburg die verkehrspolitisch günstige Lage der Kaufmannssiedlung, die sich auf einer fast vollständig von Wasser umgebenden Halbinsel zwischen Trave und Wakenitz befand. Im Jahr 1143 gründete er Lübeck und verlieh der Ansiedlung das Stadtrecht. Damit legte er den Grundstein für den späteren Erfolg der Stadt als „Königin der Hanse“. Ab sofort stand das Bestreben der lübschen Kaufleute, Handel zu treiben und dabei internationale Kontakte zu nutzen, im Mittelpunkt des städtischen Geschehens. Der Fernhandel war letztlich der entscheidende Punkt, der dazu führen sollte, dass die Hansestadt Lübeck für rund 100 Jahre die bedeutendste Handelsstadt im Ostseeraum sein sollte.

Die Reichsfreiheit von 1226 gab Lübeck die Möglichkeit einer starken und selbständigen Handelspolitik. Das in der Stadt entwickelte Recht erlangte in rund 120 Ostsee-Städten als lübisches Recht Geltung. Mit seinem Hafen als „Tor zur Ostsee“ gewann Lübeck immer mehr Bedeutung im Handel mit den Ostsee-Anrainern. In einem langen Prozess entstand aus der gemeinsamen Handelspolitik niederdeutscher Kaufleute die Hanse. Im Laufe der Jahrhunderte schlossen sich immer mehr Städte dem Bund an: Im 15. Jahrhundert nahmen rund 70 Städte aktiv an der hansischen Politik teil, indem sie die Hansetage besuchten, und Kaufleute aus weiteren über 100 Städten nutzten die Privilegien der Hanse im Ausland. Lübeck, in der Mitte der Hansestädte gelegen, nahm eine vorherrschende Stellung ein und wurde zum „Haupt der Hanse“.

Das Ende der Hanse begann mit der Entdeckung des Seewegs nach Indien und durch die Silber- und Goldvorräte Amerikas: Es entstand die atlantische Wirtschaft, in der das große Geld gemacht wurde. England und Holland erstarkten. Zunehmend wickelten sie den Ostseehandel mit eigenen Schiffen ab, so dass die hansischen Kaufleute an Bedeutung verloren. Die hansischen Privilegien gingen verloren und immer mehr Städte mussten auf Druck ihrer Landesherren aus dem Bund austreten oder wandten ihm freiwillig den Rücken zu.

Aber die Stadt versank nicht in Bedeutungslosigkeit: Nach wie vor trafen sich hier die bedeutendsten Handelswege und nach wie vor war sie eine Reichsstadt. Die Stadt überstand den 30jährigen Krieg und Napoleon Bonaparte. Und trotz aller Niederlagen und Rückschläge, die Stadt erholte sich und blühte wieder auf. Erst 1937 verlor Lübeck seine staatliche Selbständigkeit und wurde durch die Nationalsozialisten mit dem „Groß-Hamburg-Gesetz“ in die preußische Provinz Schleswig-Holstein eingegliedert.

Der Zweite Weltkrieg traf Lübeck mitten ins Herz: Große teile der Altstadt wurden am Palmsonntag 1942 zerstört. Aber auch hiervon erholte sich Lübeck. Der Aufbau ließ nicht nur die gestürzten Kirchtürme wieder auferstehen, sondern auch die Wirtschaft. Wissenschaft und Handel kehrten mit der Universität und Fachhochschule sowie den Fährverbindungen nach Skandinavien in die alte Hansestadt ein. Doch die Lübecker vergaßen darüber niemals ihre Geschichte. Mit aufopfernder Mühe bewahrten sie das alte Stadtbild und erhalten es bis heute. Seit 1987 ist die gesamte historische Altstadt ein Weltkulturerbe und mit Recht sind die Lübecker stolz darauf.

Lübeck mag eine alte Geschichte haben, aber gleichzeitig ist sie eine junge und moderne Stadt!


Als Gast der Stadt Lübeck empfehle ich auf jeden Fall sich das Rathaus anzuschauen, das Holstentor und natürlich die bereits erwähnten Gassen und Hinterhöfe, die tagsüber frei zugänglich sind. http://www.luebeck.de/tourismus/sightseeing/sehenswuerdigkeiten/gaenge-und-hoefe/

Für die zahlreichen Häfen sowie das Umland sollte man sich ebenso viel Zeit nehmen. Die Ostseebäder Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Neustadt sind nicht weit. Ebenso die Insel Fehmarn.

Ich hoffe Euch haben mein Reisebericht, meine Fotos und die Informationen gefallen. Ihr seid eingeladen zu kommentieren!

Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp

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Sehnsuchtsort Ahrenshoop

Moin Moin liebe Blogleser,

als Künstlerkolonie und Ostseebad ist Ahrenshoop nicht erst seit gestern bekannt. Auf einer Landzunge, der Halbinsel Fischland-Darß, gelegen zwischen Meer und Bodden ist Ahrenshoop sowohl für Kunst als auch Naturfreunde ein Quell der Freude.

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Textquelle Wikipedia: Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts siedelten sich Kunstmaler an. In der Folge entwickelte sich der Ort zum Seebad. 1909 wurde der Kunstkaten gebaut, in dem seither viele Ausstellungen stattfanden. Die Künstlerkolonie Ahrenshoop gehörte nicht zum mecklenburgischen Fischland, sondern als der westlichste pommersche Ort der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst zum pommerschen Darß. Erst im Jahr 1950 erfolgte die Angliederung der mecklenburgischen Orte Althagen und Niehagen zu Ahrenshoop.

Recherche/Textequelle ostseebad-ahrenshoop.de: Was mit den Landschaftsmalern des 19. Jahrhunderts begann, setzen heute mehrere Künstlerhäuser, wie das „Künstlerhaus Lukas“ oder das „Neue Kunsthaus“, fort.Im goldenen Licht erstrahlt auch das im Jahr 2013 eröffnete Kunstmuseum als „Leuchtturm“ künstlerischen Schaffens über die Region hinaus. Auf ca. 1.300 qm versteht es sich als eine Forschungs-, Ausstellungs- und Begegnungsstätte zur kunstgeschichtlichen Entwicklung – von der Gründerzeit der Künstlerkolonie bis zur Gegenwart des Künstlerortes.


Ich persönlich habe Ahrenshoop im Jahr 2014 mit dem Bus besucht. Geparkt wurde leicht außerhalb, neben dem richtig überteuerten Wohnmobilstellplatz. Sagenhafte 25 Euro pro Wohnmobil/24 Stunden OHNE JEGLICHEN SERVICE wird hier eingefordert und der Platz ist voll…   Soll jeder machen, wie er es mag, aber selbst wenn ich die Kohle hätte würde ich dies nicht unterstützen! ! !

Blöderweise ist auf dem gesamten Darß freistehen absolut verboten und wird gefühlt mit dem Tode bestraft. Tolles Marketingkonzept, muss ich wirklich sagen!

Ich stellte also den Wagen ab und fuhr mit dem Fahrrad auf dem Deich entlang. Schnell erreichte ich den Künstlerort und konnte die ersten Reetdachbauten fotografieren.

Vor allem das in gelb leuchtende Hotel (Foto oben) hatte es mir angetan und natürlich auch der eiförmige Reetbau. Meine Zeit hat nur für eine Erkundungsfahrt an der Hauptstraße entlang gereicht, aber ich werde Ahrenshoop irgendwann noch einmal besuchen und weiter erkunden!

Doch nun wird es Zeit endlich Fotos anzuschauen. Klickt Euch durch mein Fotoalbum und überzeugt Euch selbst von den großartigen Reetdachbauten und Strandausblicken!

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Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp

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Sehnsuchtsort Hameln

Moin Moin liebe Blogleser,

ich möchte Euch heute die nächste Stadt vorstellen, die ich auf meiner Fachwerkreise mit dem VW Bus im Jahr 2014 erkundet habe. Bekannt ist die an der Weser gelegene Kreisstadt Hameln von der berühmten Sage des Rattenfängers, die auf einer Überlieferung aus dem Jahre 1284 beruht.

Ich selbst war im ersten Moment erstaunt wie „normal“, um nicht zu sagen hässlich der Ort dort ist. Allerdings muss ich mich direkt für diese Bezeichnung entschuldigen, denn dieser Eindruck ist wirklich nur subjektiv! Ganz egal wohin man kommt, sei es meine Heimatstadt Eckernförde, die wirklich schöne Stadt Marburg oder eben Hameln, so lang man sich nicht ins Zentrum vorgearbeitet hat, sind die meisten Städte mehr oder weniger durch hässliche Nachkriegsbauten geprägt.

Hameln ist das Zentrum des Weserberglandes und wird jährlich von knapp 4 Millionen Tagesgästen besucht. Ich war einer von ihnen, hatte es jedoch gar nicht so leicht einen Parkplatz zu finden für meinen großen Bus. Sowohl für einen kurzen Trip mit dem Rad in die Alstadt als auch zum Übernachten. Ich wollte erst im Industriegebiet zwischen den LKW´s schlafen, habe mich dann aber dagegen entschieden und die Nacht leicht außerhalb von Hameln in einem Rapsfeld verbracht.

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Am nächsten Morgen fuhr ich dann erneut in die Stadt und begab mich auf Parkplatzsuche. Parkhäuser gibt es genügend, winzige, enge Parkplätze auch, aber für 5,50 Meter lange und 2,60 Meter hohe VW Busse findet sich nur recht schwer ein passender Platz. Also fuhr ich letztenendes in ein Wohngebiet und musste mit dem Rad erst einmal eine gute viertel Stunde in die City fahren.

Sobald ich dort ankam fand ich sie aber, die tollen Fachwerkbauten der Altstadt.

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Die Altstadt wurde zwischen 1969 und 1993 vorbildlich mit viel Liebe saniert. Hameln ist im Gegensatz zu Hann. Münden relativ klein. Die Altstadt lässt sich in guten zwei Stunden „abhaken“, wenn es denn sein muss. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, hat natürlich mehr davon. Vom Anblick der herrlichen Sandstein- und Fachwerkbauten aus dem 16. bis 18. Jahrhundert; vom Gefühl, auf den Spuren des Rattenfängers zu wandeln, vom stillen Charme der kleinen Gassen; von den Reizen eines Einkaufsbummels im historischen Flair, kurzum: von der Atmosphäre einer Stadt, die bezaubernd wirkt.

Wikipedia empfiehlt die folgenden Bauwerke zu besichtigen:

 

  • Stiftsherrenhaus von 1558, an den Fachwerkkonsolen reicher Figurenschmuck. Eines der wenigen Häuser die nicht den Giebel zur Straße zeigen, sondern traufseitig stehen.
  • Leisthaus von 1585–1589, in feinsten Renaissanceformen, Relieffries der sieben Tugenden und Lukretia im Erkergiebel, heute Museum Hameln
  • Rattenfängerhaus mit reich verziertem Renaissancegiebel von 1603, gut gegliederte Fassade mit Erker
  • Dempter-Haus, 1607–1608 von dem im Dreißigjährigen Krieg so bedeutenden Bürgermeister Tobias von Dempter (eigentlich: van Deventer) erbaut; die unteren beiden Etagen in Stein mit Utlucht, darüber Fachwerk mit einer Überfülle von Renaissanceschmuck.
  • Hochzeitshaus, monumentales Fest- und Feierhaus der Stadt, im Stil der Weserrenaissance 1610–1617 erbaut; Rattenfänger-Kunst und Glockenspiel spielt fünfmal am Tag mit Figurenumlauf um 13:05, 15:35 und 17:35 Uhr. Rattenfänger- und Weserlied vormittags.
  • Zwei erhaltene Mauertürme der Stadtbefestigung Hameln (Haspelmathturm und Pulverturm) mit einem rekonstruierten Stadtmauerstück
  • Garnisonskirche, ein schlichter Barockbau von 1713 mit Stift zum Heiligen Geist (heute: Sparkasse)
  • Münsterkirche St. Bonifatius (evangelisch), dreischiffige gotische Hallenkirche mit achteckigem Vierungsturm und romanischer Krypta, 1870–1875 nach zweckfremder Benutzung restauriert
  • Marktkirche St. Nicolai (evangelisch), vor 1200 erbaut, 1945 zerstört, 1957–1959 wiederaufgebaut, romanische und gotische Teile wiederverwendet, modern ausgestattet
  • Die letzte Wesermühle, die Pfortmühle, eine ehemalige Wassermühle im Stil des Deutschen Kaiserreiches, heute befinden sich darin u. a. die Stadtbücherei und ein Café
  • Auf dem jüdischen Friedhof an der Scharnhorststraße befinden sich 173 Grabsteine für jüdische Verstorbene aus Hameln und Umgebung aus den Jahren 1741 bis 1937.
  • Der Garnisonfriedhof Hameln ist ein historischer Friedhof, auf dem hochrangige Militärangehörige aus dem gesamten norddeutschen Raum und der Festung Hameln bestattet sind.
  • Hefehof, ein 1890 erbautes Werksgebäude im Stil der Gründerzeit der Bremer Zucker-Raffinerie, das nach knapp 10-jähriger Betriebszeit 1899 die Produktion einstellte. Ab 1907 wurde von der Nord-West Deutschen Hefe- und Spritwerke Aktiengesellschaft Hefe produziert und im Laufe der Zeit siedelten sich auf dem Gelände zahlreiche weitere Betriebe an. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde im Jahre 2000 umgebaut und beherbergt seither eine Einkaufszone, das Technologie- und Gründerzentrum der Stadt Hameln sowie einen kulturellen Veranstaltungsbereich.[25]
  • Bismarckturm, ein 1910 eingeweihter 13,5 m hoher Aussichtsturm auf der Knabenburg

 


Außerdem empfiehlt Wikipedia folgende öffentliche und kostenlose Veranstaltungen des Freilichttheaters in der Innenstadt (Hochzeitshausterrasse) zu besuchen:

  • Rattenfänger Freilichtspiel. 80 Hamelner Bürger und Kinder präsentieren in historischen Kostümen die Rattenfängersage nach den Brüdern Grimm. Das kostenlose Freilichttheater wird von Mitte Mai bis Mitte September sonntags mittags aufgeführt. Das 30-minütige Spiel zieht durchschnittlich etwa 2000 Besucher an.
  • Musical „RATS“. Es handelt sich um eine 45-minütige, humorvolle Interpretation der Rattenfängersage. Das Musical beinhaltet musikalische Ohrwürmer, wie Walzer, Marsch, Balladen und Rap. Es wird von Ende Mai bis Mitte September mittwochs nachmittags um 16:30 Uhr auf der Hochzeithausterrasse kostenlos aufgeführt.

Mit diesen Empfehlungen möchte ich schließen, aber natürlich gibt es für Euch noch ein paar Fotos zu besichtigen. Klickt Euch durch mein Album aus dem Jahr 2014. Viel Spaß!

Fachwerk pur!

Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp

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Allgemein, Reiseplanungen

Dezember 2016

Moin Moin liebe Blogleser,

bald ist es geschafft. Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Wir haben den ersten Dezember und so Mancher öffnet nun die Türen am Adventskalender, lässt sich daheim oder auf dem Weihnachtsmarkt Dominosteine, Lebkuchen, Christstollen und Spekulatius schmecken und genießt dazu den einen oder anderen Glühwein.

Ich würde dieses Jahr auch gern ruhig ausklingen lassen und mich vor allem nicht mehr über die nicht erreichten Ziele ärgern. So richtig klappt dies noch nicht, aber ich arbeite daran.

Für mich stehen im Dezember noch 2 wichtige Termine an, die ich wahrnehmen muss. Ansonsten habe ich, wie Ihr der Jahresplanung 2017, entnehmen könnt die „Expedition Haubarge“ ebenfalls ins neue Jahr verschoben. So werde ich also nach 4 Jahren in Folge in diesem Jahr nicht an die Westküste fahren. Grund: der Kauf der SecondHand Jacke vor 2 Tagen hat mein Daunenbudget für Dezember bereits aufgebraucht. Da ich mich selbst bremsen muss und mich strikt an meine eigene Budgetaufteilung halten will, möchte ich der Verlockung nicht nachgeben und SPO inkl. Geo Norway Store besuchen.

Keine Sorge, ich werde im Dezember dennoch aus Eckernförde raus kommen. Ich sage nicht ob und wann und wann auch nicht ich vielleicht fahren werden könnte und es dann doch nicht tun werde, aber ich habe vor zwei Weihnachtsmärkte zu besuchen, inkl. Stadtbummel in zumindest einer großen, norddeutschen Stadt. Richtig erraten, es handelt sich dabei um die Hansestadt Lübeck. Freut Euch also auf einen möglichen Reisebericht, irgendwann in den nächsten 3 Wochen.

Soweit so gut, ich werde gleich im Anschluss einen Bericht aus der Rubrik Sehnsuchtsorte posten. Heute habe ich für Euch die Fachwerkstadt Hameln herausgearbeitet. Viel Spaß beim Lesen!

Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp

 

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Allgemein, Expedition/Reiseberichte, Kindheitserinnerungen, Sehnsuchtsorte

Sehnsuchtsort Stützerbach, Thüringen

Moin Moin liebe Blogleser,

der staatlich anerkannte Luftkurort Stützerbach liegt in 590-828 Metern Höhe am Nordhang des Thüringer Waldes. Eingebettet zwischen Wiesen und Wäldern lädt diese idyllische Landschaft zu allen Jahreszeiten seine Gäste ein.

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Wandern im Frühjahr und Sommer, Skifahren und Rodeln im Winter. All dies und noch viel mehr kann man in Stützerbach auf dem Rennsteig, inmitten Deutschlands erleben.

Ich habe persönliche Erinnerungen an diesen Ort, denn ich habe hier einmal, als ich noch Kind war, mit meinen Großeltern zusammen Urlaub gemacht. Haften geblieben sind die steilen Hügel und natürlich die großen Forellen, die in Massen durch den kleinen Bach schwammen. Beim beobachten von einer Brücke aus oder in diese schmalen Beton-Bachrinnen hinein waren sie regelrecht greifbar.

Außerdem erinnere ich mich natürlich an einen Besuch des örtlichen Glasbläsers. Die Glastradition, das Wirken von J. W. Goethe sowie die Lehre von Pfarrer Sebastian Kneipp prägte den Ort Stützerbach. Seit dem Jahr 1932 wurden bereits Kneippkuren angeboten um Körper, Geist und Seele der Gäste in Einklang zu bringen.

Wer weitere Informationen über die Geschichte des Ortes erfahren möchte, dem empfehle ich diesem Link zu folgen: http://www.stuetzerbach.de/geschichte-stuetzerbach.php

Als Urlauber wird einem auch heute noch sehr viel geboten. Den Besucher erwarten gemütliche Gaststätten mit typisch Thüringer Spezialitäten. Desweiteren bietet Stützerbach vielfältige Möglichkeiten der Urlaubsgestaltung wie z. B.  Wassertretanlagen, Armbänder, Naturbad, Minigolfanlage, Beach- Volleyballplatz, Goethewanderweg, Vitaparcour, Terrainkurwege, Doktor-Wald-Weg, Glasbläserstuben, Töpferwerkstatt, Heimat- und Glasmuseum und Goethemuseum.

Beim Besuch traditioneller Feste, kann man Geselligkeit und Brauchtum erleben.

Die Mischung aus guter Erreichbarkeit, der traumhaften, wildromantischen Natur und vielen interessanten Sehenswürdigkeiten machen Ihren Urlaub das ganze Jahr zu einem unvergesslichen Erlebnis. Es spricht sich herum, dass man sich im Thüringer Wald gut erholen kann.

Im September 2014 war ich mit dem VW Bus in Stützerbach und Umgebung unterwegs und habe natürlich auch ein paar Fotos geschossen. Der Ort wirkte auf mich etwas verschlafen, aber das kann natürlich auch am Zeitpunkt (Besuch mitten in der Woche und eben außerhalb der Saison) gelegen haben.

Ihr habt nun zum Schluss noch die Möglichkeit meine Fotos durchzuklicken. Viel Spaß.

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Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp

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